Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der älteste und größte Nationalpark in Österreich, inmitten des zentralalpinen Hauptkammes der Ostalpen. Zwischen den Quellen der Isel, Möll, Mur und Salzach und erstreckt sich das größte Naturschutzgebiet des gesamten Alpenraums über eine Fläche von über 1800 km².

Map Nationalpark Hohe Tauern

Alpine Urlandschaften prägen das Schutzgebiet in Kärnten, Tirol und Salzburg: ausgedehnte Gletscherfelder, eiszeitlich geformte Täler mit imposanten Talschlüssen, mächtige Schwemm- und Murenkegel, alpine Gras- und Strauchheiden, aber auch ausgedehnte Wälder mit Lärchen, Fichten und Zirben.

Nationalpark in Extremlage

In den Hohen Tauern liegen einige der höchsten Gipfel Österreichs. Großglockner 3798 m – Österreichs höchster Berg – und Großvenediger 3662 m liegen in der Kernzone, in der dem Naturschutz absoluter Vorrang gegeben wird. Fast 10 % der Nationalpark-Fläche sind heute noch von Gletschereis bedeckt. Wasser findet man überall in Form von Quellen, Bergseen und naturbelassene Gebirgsbächen, die ihren rauschenden Weg vom Hochgebirge ins Tal oft über imposante Wasserfälle suchen.

Berge, Gletscher & Gewässer in Zahlen

  • Mehr als  300 Berggipfel mit über 3.000 m Seehöhe
  • 342 Gletscher mit einer Gesamtfläche von 130 km²
  • 279 Bäche, davon 57 Gletscherbäche
  • 26 bedeutende Wasserfälle und unzählige kleinere Wasserfälle
  • 551 Bergseen zwischen 35 m² und 27 ha

Flora & Fauna – Grandiose Artenvielfalt

Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern beherbergt ein Drittel aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten; an die 10.000 Tierarten sind im Nationalpark heimisch, dies trotz extremer Bedingungen mit einem Winter, der acht Monate im Jahr dauert, und extrem kurzen Frühlingen und Herbsten. Aufgrund der Größe des Nationalparks ist nahezu die gesamte Alpenflora und -fauna vertreten und es gibt eine Reihe von österreichweit einzigartigen Biotoptopen. Einige davon zählen zu den artenreichsten im alpinen Raum – wie zum Beispiel die bunten Bergmähder.

Die großen Höhenunterschiede und die Lage am Alpenhauptkamm lassen verschiedene klimatische Bedingungen auf engem Raum zusammentreffen und schaffen so Bedingungen für eine besonders vielfältige Flora und Fauna. Die klimatisch begünstigte und stärker besonnte Südseite weist einige wärmeliebende Arten auf, die an der Nordseite nicht vorkommen. Auch die Höhenstufen liegen im Süden deutlich höher als im Norden.

Pflanzen

Pilz am Wegrand Nationalpark Hohe Tauern

Durchschnittlich ist die Baumgrenze in den Hohen Tauern auf etwa 2000 m – 2200 m zu finden. An sonnigen Hängen der Südseite kann sie auch bis 2400 m reichen. Gerodete, einstmals bewaldeten Gebiete, werden heute von Zwergstrauchheiden, insbesondere von Alpenrosen bedeckt. Auch heute wird im Nationalpark noch Weidewirtschaft betrieben. Ein bedeutendes botanisches Refugium ist das Sonderschutzgebiet Gamsgrube unterhalb des Fuscherkarkopfs. Dort bildete sich durch Windverfrachtung von Kalkglimmerschiefer von den umliegenden Gipfeln eine Flugsandsteppe mit bis zu drei Meter hohen Sandansammlungen, wie sie außerhalb der Arktis kaum mehr vorkommt. Dort wächst auch der Rudolph-Steinbrech, der in den Hohen Tauern endemisch ist. Auch das Edelweiß ist dort zu finden.

 Tiere

Murmeltiere im Nationalpark Hohe Tauern

An größeren Tieren sind die Gämse, der Alpensteinbock, Gänse- und  Bart-Geier und der Steinadler hervorzuheben. Das Murmeltier wurde wegen seines Fetts für Arzneien um 1800 in den Hohen Tauern ausgerottet, im 20. Jahrhundert wieder angesiedelt und ist jetzt wieder sehr häufig zu sehen. Rothirsche sind im Winter großteils von der Fütterung durch den Menschen abhängig, da ihre Winterreviere in den Tallagen durch Zersiedelung und intensive Landwirtschaft zerstört wurden. Aufgrund der harten Lebensumstände wird der Hirsch nicht so groß wie anderswo und trägt auch ein kleineres Geweih.

Sehen, erleben, entdecken, staunen

Der Nationalpark Hohe Tauern ist nicht nur dem Schutz der Natur gewidmet, sondern auch dem „Wohle des Menschen“. Er ist, wie das Nationalpark-Konzept es beabsichtigt, für jedermann frei zugänglich. Verbotstafeln gibt es nicht. Die Nationalparkverwaltung vertraut auf den Respekt der Besucher gegenüber der Natur. Dazu trägt ein reiches Exkursions- und Erlebnisangebot bei. Es werden unter anderem Naturführungen, Spezialexkursionen, Trekkingtouren, Schneeschuhwanderungen, Vorträge, Besucherzentren und Ausstellungen geboten.

Wir vom Lärchenhof sind stolz auf unsere Natur. Die Möglichkeiten den Nationalpark zu erkunden sind schier unendlich und bieten für jeden Geschmack das Richtige. Wir geben gerne die besten Tipps weiter, damit Ihr Aufenthalt bei uns zum Naturerlebnis wird!

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